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FIONA RISTL:

NACH VIER JAHREN AM THEATER IN DER JOSEFSTADT RICHTET DIE SCHAUSPIELERIN IHREN FOKUS VERSTÄRKT AUF FILM UND SERIE.

© Harald Fischerlehner
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Sie hat auf der Bühne gespielt, vor der Kamera gedreht, gesprochen und moderiert. Doch jetzt zieht es Fiona Ristl noch stärker vor die Kamera. Die oberösterreichische Schauspielerin möchte künftig größere Rollen in Film und Fernsehen übernehmen. Besonders interessieren sie Frauenfiguren mit Widersprüchen und Geschichten, in denen auch leise Stimmen Gewicht haben. 
 
Fiona Ristl bringt dafür nicht nur langjährige Bühnenerfahrung mit, sondern auch einen ungewöhnlichen persönlichen Weg: Zwölf Jahre lang betrieb sie Eiskunstlauf als Leistungssport. Ihre Eltern standen dem Schauspielberuf zunächst skeptisch gegenüber – vor dem Hintergrund der turbulenten Lebensgeschichte einer schauspielernden Großtante –, studierte Fiona Ristl zunächst Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Publizistik, bevor sie sich schließlich doch für die Schauspielausbildung bei Elfriede Ott in Wien entschied. Es folgten Engagements im In- und Ausland, unter anderem am Stadttheater Mödling, im OFF Theater Wien, am Theater Spielraum, an der Landesbühne Niedersachsen und am Theater an der Wien. Vier Jahre war sie als Gast am Theater in der Josefstadt engagiert und stand dort bis 2025 regelmäßig auf der Bühne.
 
Vor der Kamera arbeitete Ristl bereits in unterschiedlichen Produktionen, darunter in den Serien „SOKO Donau“, „Der Pass“, „Biester“ und „Kommissar Rex“. Mit der zweiten Staffel von „Biester“ ist sie aktuell erneut im Fernsehen und Streaming zu sehen: In Folge 8 spielt sie die Figur Anja. Die zweite Staffel startete am 24. September 2026 auf ONE und ist anschließend in der Mediathek verfügbar. Bereits jetzt kann Fiona Ristl als Anja auf Amazon Prime entdeckt werden. In der bislang noch nicht ausgestrahlten ZDF-Serie „Downgrade“ ist sie als Rosemary zu sehen. Für die Produktion stand sie unter anderem mit Ulrich Tukur vor der Kamera.
 
Ein neues Kapitel: Mehr Kamera, mehr Widerspruch
 
Besonders interessieren Fiona Ristl Frauenfiguren und Geschichten, die etwas über die Welt erzählen, in der wir leben. Frauen, die sich ihren Platz behaupten müssen, die sich gegen Erwartungen stellen, widersprüchlich sind oder sich nicht leicht einordnen lassen.
 
„Ich glaube, ich habe eine Schwäche für Menschen, die nicht ganz ins Bild passen. Für Figuren mit Ecken, Widersprüchen und großen Gefühlen. Sie müssen für mich nicht perfekt oder lieb sein.“ so Fiona Ristl.
 
Ihr Interesse gilt dabei ebenso Frauen, die leise geworden sind, klein gehalten werden oder deren Stimme nicht gehört wird. Denn auch das Schweigen einer Frau kann eine Geschichte erzählen und etwas auslösen.
 
„Mich interessieren Geschichten und Drehbücher, die etwas auslösen und vielleicht sogar etwas verändern. Film und Fernsehen haben die Kraft, Menschen zu erreichen. Gerade dann, wenn sie einen aus der eigenen Bubble holen“, so Ristl.
 
Der Werdegang: Vom Eiskunstlauf zum Schauspiel
 
Bevor Fiona Ristl die Theaterbühne betrat, stand sie bereits mit drei Jahren als Ballerina auf der Bühne. Wenig später wurden die Spitzenschuhe gegen Eislaufschuhe getauscht: Was mit kleinen Auftritten auf dem Eis begann – mit vier Jahren als Teddybär, Maus oder Lipizzaner – führte sie schließlich zu zwölf Jahre Eiskunstlauf-Leistungssport. Disziplin, Körpergefühl und die Fähigkeit, auch unter Druck und Beobachtung präsent zu bleiben, begleiteten sie dabei von früh an. Nach zwölf Jahren auf dem Eis entschied sie sich schließlich für die Schauspielerei.
 
Ihr Schauspielstudium in Wien schloss die Oberösterreicherin 2017 ab. Zu ihren prägenden Dozierenden gehörten unter anderem Elfriede Ott, Peter Gruber, Nina C. Gabriel und Brigitte Karner. Auch die Arbeit mit Star-Coachin Susan Batson ihrem künstlerischen Weg wichtige Impulse. Zuvor studierte sie Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien sowie in Manchester und schloss beide Studien mit einem Bachelorabschluss ab.
 
Beruflich blieb sie zunächst eng mit Medien und Kommunikation verbunden. Vier Jahre arbeitete sie beim oberösterreichischen Privatsender LT1 als Moderatorin und Journalistin um sich ihr Studium leisten zu können. Während der Covid-Zeit moderierte sie zudem ihre eigene Radiosendung „Die Love-Show mit Fiona Ristl“.
 
Die Stimme als zweite Bühne
 
Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist Fiona Ristl seit Jahren als Sprecherin tätig.  
 
Die Arbeit mit der Stimme ist für sie dabei weit mehr als ein zusätzliches Standbein. Sie schärft eine Fähigkeit, die ihre Schauspielarbeit ebenso prägt: mit wenigen Mitteln eine Stimmung, eine Haltung oder eine Figur entstehen zu lassen und damit Menschen zu erreichen, Gefühle auszulösen sowie zu berühren. Ihre Stimme ist mittlerweile in zahlreichen Werbe- und Unternehmensproduktionen zu hören
 
Fiona Ristl ist unter https://www.filmmakers.eu/de/actors/fiona-ristl sowie unter @fionaristl zu finden.
 
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Fiona Ristl

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